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Etwa jeweils 2 km
südlich von Ummanz bzw. westlich von Rügen liegt die unbewohnte deutsche
Ostseeinsel Heuwiese .
Die nur mit einer maximalen Ausdehnung von 900 m (in
Nordwest-Südost-Richtung) etwa 40 ha große und etwas über 1 Meter hohe
Vogelschutzinsel liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Bei guter Sicht ist die
16 Hektar große, aus
Schwemmsanden
aufgebaute Insel deutlich zu erkennen, wenn man über den Deich in Richtung
Stralsund blickt.Die 1,8 km vor Freesenort liegende Heuwiese
bekam diesen
Namen aufgrund der ursprünglichen Nutzung als Vieh Futterlieferant und war bereits Mitte des 19.Jh. als Seevogelkolonie bekannt. 1939
wurde sie offiziell als Brutstätte für Küstenvögel unter Schutz gestellt.
Heute brüten ca. 15 verschiedene Vogelarten auf der Heuwiese, unter anderem, vier
Möwen- und mehrere Entenarten.
Eine Besonderheit stellen die vielen Kormorane dar, die eigentlich als
Baumbrüter in Erscheinung treten. Auf dieser Insel aber bauen die
schwarzen Vögel hohe Nester auf dem Boden. Diese Kolonie ist ständig am
wachsen und bereitet zunehmend Problem.
Salzgrasland
Das Salzgrasland der vorpommerschen Boddenküste entwickelte sich auf
trockenfallenden Anlandungsgebieten und auf Wiesen mit wenigen Zentimetern
über NN, die einer unregelmäßigen Überflutung unterliegen und beweidet
werden.
In stark salzhaltigen Bereichen, durch häufige und längere Überflutung
geprägt sowie in austrocknenden Schlenken, „Salzpfannen“ genannt siedeln
sich die salzliebenden Pionierpflanzen Queller und Salzsode an.
Mit zunehmender Ausspülung durch Niederschläge und Abfluss über Priele
bildet sich eine salztolerierende Vegetation heraus, die Straussgras- und
Rotschwingel-Salzweide.
Natürliche Salzgraswiesen gibt es nur sehr wenige, sie sind auch nur ein
Zwischenstadium in der Vegetationsentwicklung. Die allgemeine Eutrophierung
der Landschaft durch Nährstoffeintrag, wie Stickstoff aus der Luft, führen
zu einer Verqueckung der Salzweide. Auch Verschilfung kann eintreten.
Das Salzgrasland ist ein bevorzugtes Bruthabitat für Limikolen
(schnepfenartige
Vögel) wie z.B. Kiebitz, Säbelschnäbler, Alpenstrandläufer, Austernfischer,
auch für einige Enten- und Seeschwalbenarten.

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